Schwarzer Tee gegen Diabetes
Diabetes entwickelt sich zu einer Volkskrankheit. Bei dieser Stoffwechselkrankheit können Kohlehydrate nicht mehr richtig verabeitet werden. Für die Verarbeitung von Kohlenhydraten wird Insulin benötigt, ein Hormon, das den Zuckerstoffwechsel steuert. Bei Menschen mit Diabetes wird entweder zu wenig Insulin hergestellt oder die Körperzellen sprechen nicht richtig auf das Hormon an. Die Folge ist ein ständig erhöhter Blutzuckerspiegel.
In Deutschland sind etwa 6,4 Millionen Menschen betroffen, wobei rund 90 Prozent der Patienten an Diabetes mellitus Typ 2 leiden. Bekannter ist dieser Diabetestyp unter dem Namen Altersdiabetes, da in der Vergangenheit meist alte Menschen an dieser Variante der Krankheit litten. Bedingt durch falsche Ernährung und mangelnde Bewegung und deren Folgen, Bluthochdruck und Übergewicht, tritt die Krankheit aber auch immer häufiger bei jungen Menschen und sogar Kindern auf.
Die Kosten für die Krankheit sind enorm. So schädigt der hohe Blutzuckerspiegel die Blutgefäße und kann zu Erblinden oder im schlimmsten Fall zu Amputationen führen.
Zahlreiche Forscher beschäftigen sich mit dem Thema um bessere Behandlungsmethoden zu finden. Dr. Graham Rena und sein Team von der Universität in Dundee untersuchten verschiedene Substanzen, die als Ersatz für Insulin in Frage kommen könnten. Dabei stießen sie auf Theaflavin und Thearubigin, zwei Flavonoide des schwarzen Tees. Diese stimulieren sogenannte FOXOs, das sind Eiweiße, die normalerweise auf das Insulin reagieren. Die Funktion der FOXOs ist bereits bei vielen Organismen untersucht worden. Nach den Labortests an gezüchteten Zellen hofft die Forschergruppe der schottischen Universität jetzt, eine sinnvolle Anwendung bei menschlichen Patienten zu finden.
Vorschnelle Hoffnungen auf Heilung sollten sich Diabetiker aber nicht machen. Es sind weitere Untersuchungen notwendig, um die genaue Wirkung des schwarzen Tees und seiner Inhaltsstoffe zu erforschen. Übermäßiger Genuss von schwarzem Tee kann beim aktuellen Stand der Forschung Medikamente nicht ersetzen.
Dennoch könnten es in Zukunft wirksame Medikamente mit Extrakten aus schwarzem Tee geben.
Eine andere Studie aus China hatte bereits belegt, dass regelmäßiger Kaffeegenuss das Diabetesrisiko um 30 Prozent senkt. Schwarzer Tee senkt das Risiko immerhin um 14 Prozent. Im Gegensatz zu der Studie in Schottland wurden bei dieser Studie aber nur die Präventivwirkung untersucht.
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Informationen zum Artikel:
- Geschrieben am Donnerstag, den 6. August 2009
- Kategorie: Tee und Gesundheit
- Tags: Bluthochdruck, Genuss, Inhaltsstoffe, Kaffee, schwarzer Tee, Stoffwechsel, Tee
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