Holunder – stark bei Erkältung und Grippe

Drei Arten des Holunders sind hier in Mitteleuropa heimisch. Spricht man von Holunder ist aber meist der Schwarze Holunder gemeint, dessen heilkräftige Wirkung seit langem bekannt ist. Der Rote Holunder kann zwar auch wie der Schwarze Holunder verwendet werden, in der Regel wird ihm aber kaum Beachtung geschenkt. Die dritte Art, der Attich oder Zwergholunder hingegen ist nicht geniesbar.

Foto: Schwarzer HolunderSchwarzer Holunder
Fotograf: Willow, veröffentlicht unter der GNU Free Documentation License.

Der schwarze Holunder wächst als Strauch und ist stark verbreitet. Wegen seiner hübschen weißen Blüten ist er als Zierstrauch beliebt. Vor allem in älteren Gärten findet man ihn fast immer, da sowohl seine Blüten, als auch seine Beeren als Medizin gegen Erkältungskrankheiten und grippale Infekte eingesetzt werden können. Der Volksglaube schreibt dem Holunder zudem eine Reihe anderer Eigenschaften zu, beispielsweise den Schutz vor Feuer, Blitzschlag und schwarzer Magie. Wissenschaftlich belegt ist allerdings nur die Wirkung bei Husten, Schnupfen, Fieber und Halsleiden. Die schwarzen Beeren sind reich an Vitamin C, welches bekanntlich die Abwehr stärkt und gerade in der Erkältungszeit dringend gebraucht wird. Zudem weisen die Holunderbeeren und Holunderblüten eine sehr hohe Konzentration an Bioflavonoiden auf. Diese Farbstoffe geben den Beeren nicht nur ihre kräfige Farbe, sondern stärken auch das Immunsystem, halten die Viren in Schach und wirken gegen Entzündungen. Blüten und Beeren enthalten Kalium, wodurch eine harntreibende Wirkung entsteht.

Obwohl die Holunderbeeren eher frisch zu Gelee oder Saft verarbeitet werden, kann man sie auch trocknen und als Tee aufbrühen. Dazu nimmt man zwei bis drei Teelöffel getrocknete Holunderbeeren pro Tasse, übergießt sie mit kaltem Wasser und erhitzt das ganze bis es kocht. Man lässt den Sud noch fünf bis zehn Minuten ziehen und seiht ihn dann ab.
Die Blüten des Holunderstrauchs werden vorwiegend als Tee verabreicht. Für eine Teetasse Holunderblütentee braucht man zwei bis drei Teelöffel getrocknete Blüten. Diese werden mit kochendem Wasser überbrüht, anschließend zieht der Tee etwa fünf – acht Minuten. Süßen kann man mit Honig. Holunderblütentee ist schweißtreibend und wird daher bevorzugt bei Fieber getrunken. Am besten trinkt man eine Tasse und legt sich danach ins Bett. Durch die schleimlösende Wirkung wird zudem das Abhusten erleichtert.

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