Ingwer – Hilfe bei Erkältungen, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden
Der Ingwer erfreut sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Bis vor Kurzem eher unbekannt, nimmt sein Bekanntheitsgrad mit Verbreitung der ostasiatischen Küche immer mehr zu. Verwendet wird hauptsächlich der Wurzelstock, der frisch, getrocknet oder kandiert erhältlich ist. Der Geschmack des Ingwers ist scharf und sein Aroma ist leicht zitronig. Wie stark die Schärfe und das Aroma hervortreten, hängt stark von der Zubereitung des Ingwers ab. Damit ist der Ingwer gemahlen in der Küche vielfältig einsetzbar und sehr variabel. Wird der Ingwer jung geerntet, spricht man vom sogenannten grünen Ingwer. Er ist milder im Geschmack als der ausgereifte Ingwer.
Ingwer
Fotograf: wrw / pixelio.de
Doch der Ingwer lässt sich nicht nur hervorragend in der Küche verwenden, auch als Heilpflanze hat er viele Qualitäten. Eingesetzt wird der Ingwer ganz zum Beispiel bei Erkältung, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden. Schon die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) verwendet ihn bei diesen Beschwerden. Ingwer wärmt und stärkt von innen, deswegen ist er vor allem Menschen, die leicht frieren zu empfehlen. Diese Wirkung entsteht, weil Ingwer die Durchblutung fördert und so auch vorbeugend gegen Erkältungen schützt.
Zudem wirkt er positiv auf die Verdauung und enthält die Stoffe Gingerol, Zingeron und Shogaol, die ihm seine Schärfe verleihen. Sie regen die Bildung von Galle an, die wiederum wichtig für die Fettverdauung ist. Außerdem enthält Ingwer das eiweißspaltende Enzym Protease und unterstützt so die Verdauung von Fleisch. Im Großen und Ganzen wirkt er gegen Verdauungsbeschwerden, Verstopfung und Blähungen. Ingwer ist belebend und antioxidativ und trotz seiner Schärfe sehr magenfreundlich.
Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Bekämpfung von Übelkeit, z.B. bei der Reisekrankheit. Dabei ist es egal, ob man ein Stück Ingwer kaut, Ingwer-Bonbons lutscht oder eine Tasse Ingwertee trinkt. Seine wohltuende Wirkung entfaltet der Ingwer in allen Fällen.
Bei all diesen Vorteilen sollten bestimmte Personengruppen beim Genuss von Ingwer vorsichtig sein. Kinder unter 6 Jahren sollten Ingwer gar nicht, Schwangere und Personen mit Gallenleiden nur nach Rücksprache mit dem Arzt zu sich nehmen.
Für reinen Ingwertee schält man ein Stück des Ingwers, schneidet ihn klein und überbrüht ihn mit kochendem Wasser. Nach etwa 10 Minuten ist der Tee fertig. Allerdings schmeckt der Tee sehr kräftig, was nicht jedermanns Geschmack ist. Mittlerweile gibt es viele fertige Kräuter Teemischungen, die mit Ingwer aromatisiert sind. Hier verbinden sich die wohltuenden Eigenschaften des Ingwers mit dem feinen Geschmack bekannter Teesorten. Bei uns eher unbekannt ist die Ingwer Konfitüre, die den pikanten Geschmack des Ingwers mit Süße kombiniert.
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Informationen zum Artikel:
- Geschrieben am Sonntag, den 15. März 2009
- Kategorie: Tee und Gesundheit
- Tags: Erkältung, Genuss, Geschmack, Heilpflanze, Tee, Teemischungen, Teesorte
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Am 22. März 2009 um 11:20 Uhr
Ingwer ist auch sehr bekömmlich in jedem Essen. Ist nicht mehr aus der Küche wegzudenken.
Am 23. April 2009 um 08:49 Uhr
Ich bin durch einen Zufall an Ingwer gekommen. Habe Ihn pur gegessen und als Tee getrunken, scheint ja so ein ganz feines Mitellchen zum heilen zu sein.
Ist auf alle Fälle wieter zu empfehlen
Am 15. März 2010 um 14:56 Uhr
Habe gerade eine Erkältung und zufälligerweise Ingwer hier und ich muss sagen … ich fühl mich schon etwas besser.