Nilgiri Tee – die Perle aus Indien
Rund ein Viertel des indischen Tees kommt aus den „Nilgiri Hills“, dem Bergland in Süd-Indien. Wesentlich mehr Tee wird hier angebaut und geerntet, als in der Region um Assam, wo die Felder größer sind. Auf einer Höhe von etwa 800 bis 2000 Metern wird – begünstigt durch das Klima des Landes – das ganze Jahr hindurch der Nilgiri Tee geerntet. Hier haben die Chinesen quasi Entwicklungshilfe geleistet, da sie den Import der Samen gefördert und den Indern mit Rat und Tat beim Anbau und der Ernte unterstützt haben. Der beste Nilgiri Tee wird im Frühjahr, zwischen Januar und Februar geerntet – hier hat der Tee den besten Geschmack und die höchste Qualität. Meistens findet man die geriebenen Teeblätter in Mischungen, doch sein Grundgeschmack ist dem des Ceylon Tees – zumindest bei der Frühjahrsernte – ziemlich ähnlich. Die besondere Eigenschaft des Nilgiri Tees ist seine Leichtigkeit, sein frischer, geradezu agiler Geschmack, der eine gewisse zitronige Komponente aufweist. Ein weiteres, großes Plus dieses Tees ist seine Bekömmlichkeit, verursacht durch den geringen Tannin Gehalt.
Zubereitung:
Das Wasser, mit welchem der Nilgiri Tee zubereitet wird, sollte keinesfalls sehr hart sein. Hat man einen hohen Kalkgehalt im Leitungswasser, sollte man unbedingt ein entsprechendes Filtersystem verwenden, um das Wasser weich zu machen, bevor man es erhitzt. Der Nilgiri Tee wird mit sprudeld kochendem Wasser übergossen, damit sein unvergleichlicher Geschmack auch wirklich voll zur Geltung kommen kann. Nach drei Minuten ist der Tee durchgezogen und kann abgeseiht werden. Als Faustregel gilt hier die Verwendung von etwa zwölf Gramm, also ungefähr sechs gestrichenen Teelöffeln des Tees. Das vorhandene Zitrus Aroma kann durch Zugabe von Zitrone unterstrichen werden, jedoch auch Milch kann zu diesem feinen Tee genommen werden.
Herkunft:
Die so genannten „Blauen Berge“, die Nilgiri Hills im Südwesten Indiens sind die Heimat dieses vorzüglichen Tees. Die besten Ernten stammen aus den Gebieten zwischen den Städten Ootv und Conoor. Hier erreichen die Tees sogar Darjeeling Qualitäten. Die Produktion ist zum Großteil für den Export bestimmt und findet auch in Europa zahlreiche Liebhaber.
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Informationen zum Artikel:
- Geschrieben am Sonntag, den 1. März 2009
- Kategorie: Tee-Sorten
- Tags: Assam, Ceylon Tee, Darjeeling, Geschmack, Tee, Teeblätter
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