Grüner Tee mit Zitrone ist besonders gesund
Diesen Schluss legt zumindest eine Studie der Purdue Universität in den USA nahe. Die Mitarbeiter des Bereichs Lebensmittelforschung haben in einem Versuch getestet, wie viel Prozent der überaus gesunden Catechinen aus dem Tee für den Körper zur Aufnahme verfügbar sind.
Catechine gehören zu den Polyphenolen, jenen sekundären Pflanzenstoffen, denen eine äußerst gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird. So helfen sie unter anderem gegen die krebsauslösenden freien Radikalen und schützen die Blutgefäße.
Die Studie bezieht sich auf grünen Tee, da dieser in der Trockenmasse mehr von diesem Polyphenol enthält als schwarzer Tee. Bei schwarzem Tee reagieren die Catechine während der Fermentation mit anderen Wirkstoffen und die Menge ist so ohnehin geringer. Mario Ferruzzi, der Leiter des Versuchs, vermutet aber, dass die beobachtete Wirkung auf schwarzen Tee übertragen werden kann.
Die Forscher untersuchten mit Hilfe einer einfachen Simulation den Anteil an Catechinen nach dem Verdauungsvorgang. Von der ursprünglichen Menge blieben nur etwa 20 Prozent erhalten. Die Verringerung kommt daher, dass die Catechine in einer nicht sauren Umgebung, wie man sie im menschlichen Darm vorfindet, nicht sehr stabil sind.
Um herauszufinden, wie man die Menge der verfügbaren Wirkstoffe erhöhen könnte, gaben die Forscher verschiedene Wirkstoffe in den grünen Tee. Dabei konzentrierten sie sich auf solche Zusätze, die üblicherweise zu frisch aufgebrühtem oder fertig abgepacktem Tee hinzugegeben werden. Die besten Catechinwerte fanden die Forscher in Tee, dem eine kleine Menge Vitamin C oder Zitronensaft zugegeben wurde. Bis zu 80 Prozent der ursprünglichen Catechinmenge konnte durch die Zugabe von Zitronensaft oder Vitamin C erhalten werden. Beide Wirkstoffe reagieren mit den Catechinen und entfalten so ihre stabilisierende Wirkung. Gute Erfolge wurden, abhängig vom Vitamin C-Gehalt, auch mit Orangen-, Limetten oder Grapefruitsaft erzielt. Allerdings vermuten die Forscher, dass die Wirkung des Zitronensafts nicht nur auf seinen Vitamin C-Gehalt zurückgeführt werden kann.
Bei abgepacktem Tee sollten die Verbraucher darauf achten, dass entweder Vitamin C oder Zitronensäure enthalten sind.
Folgende Tees können wir Ihnen empfehlen, einmal den Vital-Früchtetee mit Vitamin C und den Apfel-Früchtetee mit Vitamin C. Die meisten fertigen Tees enthalten aber generell nur Extrakte aus grünem Tee und sind daher nicht so reich an Catechinen, wie aufgebrühter frischer Tee.
Da in dem Versuch eine sehr einfache Simulation verwendet wurde und die menschliche Verdauung sehr viel komplizierter ist, sind weitere Testreihen notwendig. Die Forschungsergebnisse können also nicht ganz auf das tägliche Leben übertragen werden. Es ist noch nicht abschließend geklärt, wie viele Catechine dann für den Körper wirklich verwertbar sind.
Trotzdem kann man die Zugabe von kleinen Mengen Zitronensaft oder Vitamin C zum Tee empfehlen, weil die Erhöhung der Werte signifikant ist.
Den englischen Originalartikel kann man bei der Purdue Universität unter http://news.uns.purdue.edu/x/2007b/071113FerruzziTea.html abrufen.
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Informationen zum Artikel:
- Geschrieben am Samstag, den 17. November 2007
- Kategorie: Tee und Gesundheit
- Tags: Catechin, Fermentation, Forschungsergebnis, grüner Tee, Krebs, Pflanzenstoffe, Polyphenol, Radikale, schwarzer Tee, Tee, Vitamin
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