Tee zur Vorbeugung der Alzheimerkrankheit

Dass die Teepflanze durch ihre zahlreichen Inhaltsstoffe einen überaus positiven Einfluss auf die Gesundheit hat, ist in zahlreichen Studien belegt worden. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sich gewisse Inhaltsstoffe von grünem Tee und schwarzem Tee positiv auf den Verlauf der Alzheimerkrankheit auswirken können beziehungsweise deren Ausbruch vorbeugen.
Um die möglichen Wirkungsweisen von Tee auf den Verlauf der Krankheit zu verstehen, muss man sich zunächst etwas mit Alzheimer und den biochemischen Vorgängen im menschlichen Gehirn auseinandersetzen.

Durch die Alzheimerkrankheit verliert der Betroffene nach und nach seine geistigen Fähigkeiten. Der Krankheitsverlauf beginnt meist mit leichter Vergesslichkeit und steigert sich bis zum kompletten körperlichen und geistigen Niedergang. Bis heute ist nicht abschließend geklärt, wodurch Alzheimer ausgelöst wird. Im Gehirn von Alzheimerpatienten befinden sich Eiweißablagerungen, so genannte Plaques. Diese entstehen, wenn ein bestimmtes Protein durch so genannte Sekretasen gespalten wird. Durch die Ablagerungen wird der Stoffwechsel der Zellen gestört und sie sterben ab. Die Gehirnmasse schrumpft, so dass das Gehirn eines Alzheimerpatienten mehrere hundert Gramm weniger wiegen kann als das einer gesunden Person.

Eine weitere Folge der Alzheimererkrankung ist eine Beeinträchtigung der Signalübertragung zwischen den Zellen. Für diese Übertragung sind bestimmte Neurotransmitter und Enzyme verantwortlich. In diesem Fall handelt es sich um den Botenstoff Acetylcholin und die beiden Enzyme Cholinesterase und Cholinacetyltransferase. Dabei sind die Aufgaben wie folgt verteilt: Cholinacetyltransferase erzeugt das Acetylcholin und Cholinesterase spaltet es wieder auf, damit wieder neue Signale übertragen werden können. Allerdings sterben bei Alzheimer jene Zellen ab, die für die Produktion von Acetylcholin verantwortlich sind. Es herrscht also ein Mangel und die Konzentration reicht irgendwann nicht mehr für die Übertragung der Signale aus.

Auf Grund einer Studie aus dem Jahr 2004 gehen Forscher davon aus, dass ein in grünem Tee und schwarzem Tee enthaltener Stoff das Enzym hemmt, welches das Acetylcholin abbaut. Dieser Ansatz könnte die heute gängige Methode, den Acetylcholinabbau durch Medikamente zu hemmen, verbessern. Weiterhin lässt die Studie die Vermutung zu, dass grüner Tee und schwarzer Tee auch die Sekretasen hemmen, die für die Entstehung der Plaques verantwortlich sind.

Der viel versprechende Inhaltsstoff ist das Flavonoid und Antioxidans Epigallocatechingallat. Schwarzer Tee enthält deutlich weniger von diesem Flavonoid als grüner Tee, da es sich bei der Fermentation verändert. Im Versuch wurde der Stoff in konzentrierter Form an Mäusen getestet. Im Durchschnitt bildete sich bei diesen Tieren 50% weniger Plaques als bei denen aus der Kontrollgruppe.
Inwiefern sich diese unter Laborbedingungen erzielten Erkenntnisse auf das alltägliche Leben übertragen lassen wird im Moment noch überprüft.

Sicher ist, dass Tee auch noch auf andere Weise helfen kann, der Entstehung von Alzheimer vorzubeugen. Studien haben einen signifikanten Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und der Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, festgestellt. Im Tee enthaltene Flavonoide stärken das Herz-Kreislauf-System und beugen Erkrankungen vor.

Die Informationen aus diesem Eintrag stammen aus einem Artikel des Deutschen Teeverbands.
Der Artikel kann unter www.teeverband.de/texte/download/wit2005_05_1.pdf eingesehen werden.

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