Tee gegen Karies
Das Tee eines der gesündesten Getränke der Welt ist, ist schon lange bekannt und unabhängige Studien in China, Japan und den USA haben gezeigt, dass der regelmäßige Genuss von schwarzem Tee und grünem Tee die Zahngesundheit fördert. Die Teepflanze enthält eine Vielzahl an Mineralien und Spurenelementen sowie Flavonoide. Flavonoide gehören zu den Polyphenolen und sind in vielen Pflanzen als Farbstoffe enthalten. Schwarzer Tee und grüner Tee werden aus den Blättern der gleichen Pflanze hergestellt, weswegen beide Sorten generell die selben Inhaltsstoffe besitzen. Nur durch die Fermentation des schwarzen Tees gehen einige Polyphenole eine Verbindung miteinander ein und müssen vom Körper wieder getrennt werden.
Flavonoide sind Antioxidantien, das heißt sie wirken gegen zellschädigende freie Radikale und können dadurch vor Krebs und Alterungsprozessen schützen. Aber auch im Bezug auf die Zahngesundheit haben die Flavonoide positive Wirkungen.
Normalerweise wandeln Bakterien in der Mundhöhle einen Teil der Kohlehydrate, die mit der Nahrung aufgenommenen werden in Milchsäure um, wodurch der pH-Wert im Mund sinkt und die Zähne Mineralien verlieren. Sie werden porös und löchrig. Flavonoide verlangsamen das Wachstum dieser Bakterienart, so dass weniger Säure entsteht. Außerdem wird durch die Polyphenole die Bildung von Glukanpolymeren gehemmt, mit deren Hilfe die Bakterien an den Zähnen haften können. Ohne diesen “Klebstoff” können die Bakterien sehr viel schneller von Speichel bzw. vom Tee weggespült werden. Nur am Rande sei hier erwähnt, dass Tee von Natur aus keinen Zucker enthält und somit jeder den Süßegrad seines Tees selbst bestimmen und regulieren kann.
Polyphenole haben zusätzlich eine entzündungshemmende Wirkung, die bei Zahnfleischproblemen hilfreich sein kann. Des weiteren enthält Tee, egal ob es sich um grünen Tee oder um schwarzen Tee handelt, soviel Fluorid wie kaum ein anderes Nahrungsmittel. Fluorid trägt zur Stärkung des Zahnschmelzes bei, indem es durch die Säurewirkung ausgelöste Mineralien ersetzt. Etwa vier Tassen Tee am Tag liefern genug Fluorid, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken und so Karies vorzubeugen.
Einziges Manko bei starkem Teekonsum können die möglicherweise entstehenden Verfärbungen an den Zähnen sein. Allerdings sind diese nicht so heftig wie beim Rauchen oder Kaffeetrinken und können durch geeignete Methoden wieder entfernt werden. Zudem überwiegen die positiven Effekte des Teetrinkens dieses kleine Makel bei weitem.
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Informationen zum Artikel:
- Geschrieben am Donnerstag, den 1. November 2007
- Kategorie: Tee und Gesundheit
- Tags: Fermentation, Genuss, grüner Tee, Inhaltsstoffe, Kaffee, Krebs, Mineralien, Nahrungsmittel, Polyphenol, Radikale, schwarzer Tee, Studien, Tee, Teepflanze
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Am 24. März 2008 um 21:36 Uhr
[...] Tee kann kann beispielsweise gegen Mundgeruch helfen. Wie wir bereits in unserem Artikel „Tee gegen Karies“ erklärt haben, können die Polyphenole im Tee das Wachstum einiger Bakterien im Mund hemmen. [...]
Am 13. Juli 2008 um 18:36 Uhr
Die Tees sollten möglichst ohne Zucker getrunken werden. Durch Zucker wird zusätzlich unnötige Säure in der Mundhöhle produziert die durch die Flavonoide nicht genügend eingedämmt werden kann. Falls eine Entzündung der Mundschleimheit entstehen sollte, kann ein gutschmeckender Tee aus getrockneten Heidelbeeren helfen.
Etwaige Ablagerungen durch Tees sind durch eine professionelle Zahnreinigung (Dentalhygiene) zu beseitigen. So dürfte bei gesunder Ernährung und regelmäßiger Zahnpflege der Zahngesundheit nichts entgegenstehen.