Gesunder Tee zur Erkältungszeit – eine Hilfe?
Erkältungszeit ist auch immer wieder Teezeit. Doch wer hier an gemütliche Teeabende denkt, der wird enttäuscht sein. In der Erkältungszeit, die meist in die Herbst- und Winterzeit fällt, geht es weniger darum, mal eine gemütliche Tasse Tee zum Entspannen zu trinken, sondern vielmehr darum, mit einem heißen Tee Erkältungssymptome zu lindern oder im besten Fall sogar die Erkältung zu überwinden.
Vielfältig ist die Angebotspalette an Heilkräutertees. Kräutertees im Allgemeinen fallen nicht unter die Bezeichnung “echter Tee”. Es handelt hierbei lediglich um Produkte, die ähnliche Eigenschaften besitzen, wie der “echte” Tee. Im Unterschied zu den bekannten Teesorten, wie Schwarztee oder auch grüner Tee, die man lose kaufen kann, erhält man Kräutertees vorwiegend in Aufgussbeuteln. Die handelsüblichen Teesorten sind nicht zu verwechseln mit den Arzneitees. Die Kräuter, die Arzneitees enthalten, kann man ausschließlich in Fachgeschäften und in der Apotheke kaufen. Sie unterliegen nämlich dem Arzneimittelgesetz. Man kann sie deshalb nur dort kaufen, weil ihre Wirkstoffkonzentrationen oft sehr viel höher sind, als die in Lebensmittelmärkten erhältlichen Produkte. Interessant ist, dass die gesundheitsfördernde Wirkung von Kräutertees eine lange Historie hat. So gibt es bereits aus dem Mittelalter zahlreiche handschriftliche Aufzeichnungen über die Wirkweisen der diversen Teesorten. Und auch unsere Großeltern wussten schon längst um die heilende Wirkung der Heilkräuterpflanzen. Gerne haben sie ihr Wissen an die nächste Generation weitergegeben. Mittlerweile ist der Trend zu Naturheilmitteln und hier im besonderen zur gesundheitsfördernden Wirkung von Kräutertees unverkennbar. Die wohl bekanntesten Kräuterteesorten sind der Pfefferminztee, der Kamillentee und der Salbeitee. Selbstverständlich gibt es eine Fülle weiterer Kräuterteesorten.
Allerdings werden zum Beispiel der Hagebuttentee und der Rooibostee weniger im Rahmen einer medizinischen Anwendung genutzt. Der Salbeitee hingegen ist für seine vielfältige Anwendungsweise bekannt. In erster Linie hat der im Tee enthaltene Salbei eine entzündungshemmende Wirkung. Traditionell wird er zum Beispiel bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Durchfallerkrankungen, bei starkem Schwitzen oder auch bei Entzündungen des Zahnfleischs angewandt. Auch eine Senkung des Cholesterinspiegels kann erreicht werden. Oftmals wird die Wirkung erst durch die Kombinationen verschiedener Kräuter erreicht. Der Pfefferminztee ist ebenso vielseitig verwendbar. Die Linderung von Erkältungssymptomen gehört sicherlich zu den bekanntesten Wirkweisen der Pfefferminze. Der Genuss von Pfefferminztee kann auch den Brechreiz während einer Schwangerschaft mindern. Ebenso leistet der Genuss von Pfefferminztee generell bei Übelkeit gute Dienste. Selbst bei Spannungskopfschmerzen kann Pfefferminztee helfen. Der Kamillentee ist ein weiteres schönes Beispiel für die vielfältige Wirkweise von Kräutertees. Vor allem bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes ist der Genuss von Kamillentee sehr wohltuend und hilfreich.
Bei Entzündungen im Mundraum helfen Mundspülungen mit Kamillentee. Eine besonders wohltuende, entzündungshemmende Wirkung haben Sitzbäder mit Kamille, beispielsweise nach einer Entbindung. Auf Augenbäder mit Kamille sollte aber verzichtet werden. War man früher davon überzeugt, dass auch am Auge die entzündungshemmende Wirkung von Kamille einzusetzen ist, weiß man heute, dass gerade die Kamille wegen ihrer austrocknenden Wirkung und der in den Blüten vorhandenen feinen Härchen, hier nicht eingesetzt werden sollte. Eines haben die vorgestellten Teesorten jedoch gemeinsam. Sie sind nicht nur als Tee zu genießen. So lindern sie zum Beispiel sogar rheumatische Beschwerden oder Rückenschmerzen, wenn man eine Waschung des Körpers mit Tee vornimmt. Auch mit Mundspülungen erzielt man hervorragende Ergebnisse. Selbstverständlich ersetzen die Kräutertees nicht die Schulmedizin. Sie leisten aber doch einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Gesunderhaltung des menschlichen Körpers. Das wussten selbst schon unsere Großeltern und bis heute greifen viele Menschen auf die alten Hausmittel zurück.
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Informationen zum Artikel:
- Geschrieben am Freitag, den 28. September 2007
- Kategorie: Tee und Gesundheit
- Tags: Aufguss, Erkältung, Genuss, grüner Tee, Tee, Teesorte
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Am 6. November 2007 um 03:11 Uhr
Gegen Übelkeit hilft nicht nur Pfefferminz und Kamille. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Fencheltee gemacht. Ich persönlich finde ihn sogar hilfreicher. Kamillentee nehme ich so gut wie gar nicht.