Wussten Sie schon … dass Tee gesund ist?

Tee war bereits in China vor 5000 Jahren als Heilmittel bekannt. Selbst im 17. Jahrhundert, als der Tee nach Europa kam, wurde er als pflanzliches Heilmittel eingeführt und verkauft. Und fragt man heutzutage “echte” Teetrinker, so werden diese das ebenfalls bestätigen.

In vielen Tee-Fachbüchern, aber auch auf Gesundheitsportalen im Internet kann man über die gesundheitsfördernde Wirkweise von Tee etwas lesen. Selbst unsere Großeltern schworen auf die heilende Wirkung des Tees. Beschäftigt man sich also intensiver mit dem Tee, wird man erstaunt sein, wie viele unterschiedliche Teesorten es gibt. Und so unterschiedlich die Sorten, so unterschiedlich sind auch die Wirkweisen.

So erfährt man beispielsweise etwas über die vorbeugende Wirkung gegen Herzinfarkt. An anderer Stelle kann man über die positive Wirkung bei der Senkung des Cholesterinspiegels lesen. Sicherlich bekannt ist auch die heilende, oder vielleicht besser lindernde, Wirkweise bei Erkältungskrankheiten. Sogar bei lästigen Magen-Darm-Infekten leistet beispielsweise die Tasse Fencheltee, gute Dienste. Dass Tee außerdem aber auch einen Schutz vor Karies bietet, ist weniger bekannt. Selbst der Osteoporose (Knochenschwund) und Arteriosklerose kann der regelmäßige Genuss von Tee, entgegen wirken.

Im Tee enthalten sind nämlich Fluoride, die einen Schutz vor Knochenschwund bieten. Das Fluor wird vom menschlichen Körper sehr gut aufgenommen. Zudem sind im Tee Gerbstoffe enthalten. Diese bilden einen Schutzfilm auf den Zähnen und somit finden Kariesbakterien keinen Nährboden mehr auf den Zähnen. Im Übrigen wirken Gerbstoffe auch entzündungshemmend. So wirkt sich der Genuss von Tee positiv auf Gichterkrankungen oder Rheuma aus. Selbst bei Krebserkrankungen sind positive Wirkweisen festgestellt worden.

Im Grünen Tee sind die enthaltenen Gerbstoffe allerdings anteilmäßig deutlich höher, als im Schwarzen. Wenn sie richtig zur Entfaltung kommen sollen, ist es wichtig, dass der Tee mindestens fünf Minuten zieht. Zumal die freiwerdenden Gerbstoffe das Koffein binden und somit hat der Tee eine beruhigende Wirkung. Soll der Tee als Muntermacher dienen, reicht es, wenn er kürzere Zeit, so in etwa 2-3 Minuten zieht.

Das Koffein ist übrigens einer der wichtigsten Inhaltsstoffe im Tee. Der Anteil ist jedoch von Teesorte zu Teesorte unterschiedlich. Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass Tee viele Vitamine und Mineralstoffe enthält. Vor allem im Grünen Tee sind diese in höherer Konzentration vorhanden.

Wussten Sie zum Beispiel auch, dass man in einem frischen Teeblatt ca. viermal mehr Vitamin C findet, als im Zitronensaft? Und Vitamin C stärkt ja bekanntlich die Abwehrkräfte. Darüber hinaus sind die ebenfalls im Grünen Tee enthaltenen Vitamine der B-Gruppe, gut für die Nerven und den Stoffwechsel. Also, wenn die Nerven mal wieder blank liegen, wirkt eine beruhigende Tasse Tee möglicherweise Wunder.

Allerdings sprechen wir hier überwiegend von der gesundheitsfördernden Wirkung des Grünen Tees. Beim Schwarzen Tee gehen durch den Prozess der Fermentierung die Anteile an Mineralstoffen und Vitaminen stark zurück. Insgesamt lässt sich aber sagen, dass eine gesundheitsfördernde Wirkung bei den meisten Teesorten nicht von der Hand zu weisen ist. Eine Tasse Tee, die nicht zu lange gezogen hat, wirkt wahre Wunder bei Müdigkeit und nachlassender Konzentration.

Überdies darf man auch nicht vergessen, dass eine Tasse Tee – wie auch ein Glas Rotwein beispielsweise – mehr antitoxische Wirkstoffe enthält, als die meisten Ost- und Gemüsesorten und zwar aufgrund des Phenolen-Anteils. Allerdings sollte man bei allen positiven Wirkweisen des Tees nicht außer Acht lassen, dass ein Zuviel das genaue Gegenteil bewirken kann.

Vornehmlich ist der Schwarze Tee mit Vorsicht zu genießen. Besonders starke schwarze Tees, die kurz gezogen haben, sind nicht zu unterschätzen. Denn je länger ein Tee zieht, desto mehr gesundheitsfördernde Gerbstoffe werden frei. Erwiesenermaßen können bereits 10 Tassen eines kurz gezogenen Tees, die Gesundheit insoweit beeinträchtigen, dass Puls- oder Herzrasen die Folge ist. Darum: Besser in Maßen, als in Massen genießen.

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